Vorschau Anlass vom 19. Oktober 2019
Hallo
schon nächsten Samstag, dem 19.10.2019, können wir uns erneut treffen. Treffpunkt ist wie üblich 10:00 hinter der Kantonalbank beim Lebensspielraum. Unser Ziel ist dieses Mal Riehen.
Wir fahren 10:03 mit der S3 nach Basel (Zusteigemöglichkeiten: Lausen 10:07, Gleis 3, Liestal 10:11, Gleis 3, Frenkendorf 10:13, Gleis 2, Pratteln 10:17, Gleis 1) und danach mit der S6 10:34 auf Gleis 2 weiter nach Riehen Dorf (Ankunft 10:52)..Nun geht es weiter mit dem Bus bis auf die Chrischona (ab Sissach 5 Zonen). Von jetzt an verlassen wir uns auf unsere eigenen Füsse. Wir steigen ganz hoch bis zur Chrischona-Kirche. Unterwegs können wir einige Worte zu den verschiedenen Gebäuden der Chrischona erzählen. Wir setzen den Weg auf der Route 67 weiter. Diese führt entlang der Schweizerisch-Deutschen Grenze bis kurz vor Inzlingen. Auf dem Weg dorthin werden wir uns mit dem Thema Freundschaft unter Männern auseinandersetzen. Kurz vor Riehen ist ein Naturschutzgebiet mit Weihern. Hier werden wir unser Mittagessen einnehmen. Diese Mal verzichten wir auf ein Feuer zum Bräteln. Nehmt also ein kaltes Picknick mit. Nach dem Essen ist es nicht mehr weit bis zum Diakonissenhaus in Riehen. In der Kapelle der Schwesternschaft werden wir unseren Moment der Besinnung abhalten und Pierre wird uns auch von aussen kurz zeigen, wo er ab Dezember wohnen wird.
Wir haben geplant, dass wir in Riehen Dorf 14:07 wieder abfahren und 14:31 die S3 in Basel besteigen. So sind wir wieder um 15Uhr in Sissach.
Nun noch ein Wort zur Grenze: In Riehen im ehemaligen Bahnwärterhäuschen der Deutschen Bahn wurde vor Kurzem eine Gedenkstätte für die Flüchtlinge des zweiten Weltkrieges eingerichtet. Thema sind die Flüchtlinge, erfolgreiche und abgewiesene, Helfer und Täter. Der Weg auf der Route 67 war für mich mit vielen Emotionen beladen, wollten wir in Riehen eben diese Gedenkstätte besuchen (Für uns als Gruppe haben wir den Besuch auf ein späteres Mal aufgeschoben.). Die Schweizerisch-Deutsche Grenze im Raum Basel war für Flüchtlinge im zweiten Weltkrieg von grosser Bedeutung, da die Schweiz hier auf die andere Rheinseite gelangt, die Grenze selber im Wald verläuft und die Schweiz mit dem Chrischona-Sendeturm von weitem markiert ist. Zudem fuhren Züge der Deutschen Bahn von Weil nach Lörrach durch die Schweiz und es gibt in Riehen verschiedene Stellen, wo die Züge langsam fahren mussten, was zum Abspringen verleitete. Viele Flüchtlinge wurden entweder direkt an der Grenze gefasst oder dann auf schweizerischem Boden verhaftet und über die Grenze abgeschoben, was für viele den sicheren Tod bedeutete. Doch zum Glück gab es mutige Schweizer, die ohne Rücksichten Flüchtlingen halfen, so dass sie in der Schweiz bleiben oder in ein sicheres Land weiterreisen konnten. Diese Situation wurde mir auf der Wanderung gegenwärtig. Wie hätte ich mich in der damaligen Situation verhalten? Mein Innerstes sagt: Augen zuhalten und schweigen. Doch es besteht die Hoffnung, dass in dieser Ausnahmesituation in mir der Mut der Menschenliebe gewachsen wäre, so dass auch ich zu Aussergewöhnlichem fähig gewesen wäre.
Herzlich grüssen Euch und bis bald
Pierre und Peter
lleicht erinnert Ihr euch noch an die Wanderung von Pratteln über den Adlerberg? Wir hatten an einem Waldrand einen Halt für einen Input. Dort waren die zersägten Teile eines Kirschenbaums. Und von einem Astrest leuchteten einige Blüten. Franz hat diesen Moment aufgenommen und ich habe es Euch auf der Webpage gezeigt. Wir werden wieder dort vorbeigehen.
Tennikerflue liegt. Hier geniessen wir die Aussicht ins Diegtertal und den Jura. Bei schönem Wetter sind von hier aus Eiger und Mönch erkennbar. Auf der Tennikerflue oder an der nahen Feuerstelle des oberen Gisibergs werden wir das Mittagessen einnehmen. Nach dieser Pause zum Auftanken und miteinander reden gehen wir über die Seematt nach Tenniken. Hier werden wir in der Kirche wiederum unsere Besinnung zu unserer Begegnung halten.
Wir haben uns am 15. September getroffen bei schönem, aber nicht zu heissen Wetter. Dies war gut so, denn ein Grossteil unseres Weges war nicht im Wald und nicht im Schatten. Unser Weg führte von Sissach entlang der S9 nach Rümlingen. Doch schon beim Bahnhof Sissach fanden wir ein high light: Aus den Anfangszeiten der Bahn, bevor der Hauenstein-Basistunnel zwischen Tecknau und Olten gegraben war, war Sissach ein wichtiger Umschlagort. Dies zeigt sich in der Infrastruktur: grosser Wasserturm mit Waschraum/Dusche für die Lokführer, grosse Lokschuppen und eine (nicht mehr funktionierende) Drehscheibe, um die Dampflokomotiven zu kehren. Und dort stand der königsblaue Friedenszug! Wirklich eine Pracht.
Weiter ging es durch Diepflingen und dem Bahntrasse entlang nach Sommerau. Mitten am Rand von schönen Feldern war nun der zweite Gedankenanstoss: Im Alten Testament bei den Vätergeschichten finden wir bereits Beispiele dieses nicht dualen Bewusstseins: Abraham kämpft mit Gott wegen der beabsichtigten Zerstörung von Sodom und Gomorrha und feilscht, bis nur noch 10 Gerechte dort leben müssten, um beide Städte vor der Zerstörung zu retten (Leider half auch dies nicht. Sodom und Gomorrha liegen heute unter einer Salzwüste.). Isaak, von dem wir eigentlich aus den Texten sehr wenig erfahren, wich den Streitereien mit den Philistern aus und zog vom fruchtbaren Landstreifen am Meer immer mehr gegen die Wüste im Süden. Dadurch erkannten die Philister, dass er ein von Gott (mit vielen Re
ichtümern) gesegneter Mann war und suchten definitiv Frieden mit ihm. Auch Jakob wurde vom Hinterlistigen zum Gezeichneten, der wieder mit seinem Bruder, vor dessen Zorn er in jungen Jahren geflohen war, Frieden schliessen konnte, so dass beide danach nebeneinander lebten. In der Sommerau erfreute uns das farbenprächtige Bahnwärterhäuschen, wo der Besitzer auch viele alte Geräte und Symbole der Eisenbahn aufgestellt hat. Nun legten wir eine raschere Gangart ein, um zu unserem Mittagessensort im Giessental zu gelangen. Wir fanden eine gute Feuerstelle, wo wir nun in Ruhe unsere Würste braten konnten und natürlich auch lebhaft miteinander austauschten.
in knapp 3 Wochen sehen wir uns wieder. Am 15. September wandern wir der alten Bahnlinie nach Richtung Hauenstein. Aus Fahrplan-technischen Gründen überspringen wir das kurze Teilstück Itingen-Sissach und beginnen gleich hier in Sissach. Die Bahnhofanlage zeigt noch etwas von der Bedeutung, die Sissach früher in den Anfangszeiten hatte: Lokomotiv-Remisen, Drehscheibe und Wasserbefüllungsanlage erinnern noch an die Dampfzeit. Der Weg führt uns nahe entlang der Bahnlinie nach Thürnen. Nach der Ortschaft können wir dem Homburgerbach entlang nach Diepflingen weitergehen. Hier gibt es eine kleine Steigung zum Bahntrassee hoch. Diesem entlang gelangen wir nach Sommerau. Der ehemalige Bahnhofvorstand hat sein Wohnhaus in ein farbiges Denkmal an die alte Bahntechnik umgestaltet und verkündet dies je nach dem mit den alten Doppelglocken, die jeweils die Zugsabfahrt auch an der nächstfolgenden Station ankündigten. Nun geht es etwas hinab am Kinderheim Sommerau vorbei ins Tal zum Giessenbach. Hier, etwas im Wald den Bach hinauf, werden wir unsere Feuerstelle für die Wurst zum Mittagessen finden (sofern die Waldbrandgefahr dies zulässt). Nach einer guten Rastzeit geht es dann dem Waldrand entlang weiter nach Rümlingen.
In Rümlingen werden wir wie immer einen Moment der Besinnung in der Kirche halten. Wir fahren mit der S9 dann wieder nach Sissach zurück. Diese fährt immer so, dass sie auf die halbe Stunde in Sissach ankommt (und wieder nach Olten zurückfährt). Wir bevorzugen die Variante, dass wir erst um 15:24 in Sissach zurück sind. Wir haben es unterwegs etwas gemächlicher, können besser miteinander austauschen und haben auch mehr Zeit für das Mittagessen. Wir können dies zu Beginn der Wanderung dann definitiv beschliessen.