Vorschau Anlass vom 9. März 2024

Hallo zusammen

am Samstag, 9. März, treffen wir uns nach der Winterpause erstmals wieder. Wir werden uns direkt am Bahnhof Tecknau treffen, nachdem die S3 um 10:02 Uhr dort angekommen ist. Hier beginnt dann auch unsere Wanderung: Parallel zur Strasse nach Zeglingen, bis wir die Bahn beim Tunnelportal überqueren können, auf der alten Landstrasse Richtung Gelterkinden und dann den Hügel hoch zur Ruine Scheidegg. Dort erfahren wir den ersten Teil einer Familiengeschichte. Von nun an geht es auf der Krete zwischen Tecknau und Rünenberg mit Blick in beide Täler durch lichten Wald, zuerst hinab, dann wieder leicht hoch an der Flanke des Rütenbergs. Dort, wo der Weg den Wald verlässt und der Blick auf Gelterkinden frei wird, ist ein Platz mit einer kleinen Feuerstelle für unser Mittagessen. Nach ausgiebiger Rast wandern wir weiter und gelangen auf die Rünenbergerstrasse. Unser Weg war lange Zeit vermutlich die alte Verbindung von Zeglingen nach Gelterkinden. An der Rünenbergerstrasse nahe dem Eibach wurden Ausgrabungen gemacht, die uns zur Fortsetzung der Familiengeschichte führen. Neben der evangelisch-reformierten Kirche von Gelterkinden wird unser Blick von der Lokalgeschichte wieder auf die regionale und europäische Geschichte geweitet: Der alte Meierhof mit der grossen Zehntenscheuer, die schon im 11.Jh. zur Zeit des Kaisers Friedrich II, dem Staufer, genutzt worden war, dann von den Herren Tierstein und Homburg und lange Zeit vom Deutschen Ritterorden, der in Beuggen und Rheinfelden Sitz hatte. Der Besitzer wird uns Einblick gewähren in die Zehntenscheuer, die ausgiebig Platz zur Lagerung der Güter bot. Im Gewölbesaal des Meierhofes, der über eine ausgezeichnete Akkustik verfügt, werden wir unsere Besinnung abhalten. Von hier ist ein kurzer Weg, vorbei an der Lokomotive der ehemaligen Strassenbahn Sissach-Gelterkinden zum Bahnhof. Nach der Verabschiedung führt uns die S3 (14:59 Uhr in Gelterkinden ab) wieder nach Hause .

Neben diesen historischen Einblicken in die frühe Feudalzeit des späten Mittelalters werden wir uns mit dem Thema Gesundheit auseinandersetzen: Was heisst eigentlich Gesundheit? Ist Gesundheit alles in unserem Leben?

Wir freuen uns, viele von Euch wieder zu sehen.

Herzlich grüssen Euch

Pierre und Peter

 

 

Vorschau Jahr 2024

Hallo

Ich hoffe, Ihr könnt in dieser Weihnachts- und Jahreswendezeit Zeit zur Erholung, zum Entspannen und Ausstieg aus dem Hamsterrad des Alltags und der Arbeit finden, so dass ihr wieder kräftig und aufrecht stehen könnt (Diese von Schiffen verletzten Meeresschildkröten werden hier gesundgepflegt. Sie kreisen immer wieder im Becken und versuchen auszusteigen. Dieser Springbrunnen entsteht durch die Wellenbewegung zwischen Meer und einem Wasserbecken mit unterirdischer Verbindung.).

Im vergangenen Jahr haben wir einiges zur Persönlichkeitsentwicklung und auch zur Geschichte unserer Region im frühen Mittelalter gehört. Das nächste Jahr werden wir uns mit unserer Gesundheit und ihrer Bewahrung auseinandersetzen. Daneben gehen wir weiter mit der Geschichte unserer Region im späteren Mittelalter. Dazu haben wir viel Interessantes und auch schöne Wanderungen dazu gefunden.

Konkret sehen unsere Pläne so aus:

9. März: Tecknau – Gelterkinden (Herren von Gelterkinden, Meierhof)

Thema: Was ist Gesundheit?

25. Mai: Chrischona – Augst (Kloster Himmelspforte)

Thema: Beitrag der Bewegung

17. August: Sissach – Zunzgen (Motte Büchel)

Thema: Beitrag der Ernährung

19. Oktober: Lausen – Sissach (Kirche)

Thema: Beitrag der Achtsamkeit, von Beziehungen und Schlaf

Wir wünschen Euch allen weiterhin schöne Festtage mit besinnlichen Momenten und einen guten Rutsch ins Neue Jahr mit guter Gesundheit.

Es grüssen Euch herzlich

Pierre und Peter

Anlass vom 28. Oktober 2023

Hallo

am 28. Oktober haben wir uns zur letzten Wanderung in diesem Jahr getroffen. Wir trafen uns in Sissach am gewohnten Ort. Mit dem Bus fuhren wir anschliessnd nach Diegten. Vorbei am Pfarrhaus und der sich gerade in Renovation befindenden Pfarrscheune gelangten wir zur Kirche von Diegten, die wir schon ein paar Mal besucht hatten. Nun war unser Augenmerk auf der Entstehungsgeschichte dieser Kirche, die aufgrund der Neuinterpretation der Ausgrabungen anlässlich der Kirchenrenovation vor gut 50 Jahren, revidiert worden war. Es findet sich ein Mauerrest, der ins 9. Jahrhundert datiert wird. Zu dieser Zeit, kurz vor Karl dem Grossen, war Religion weitgehend noch Privatsache. Einflussreiche Herren und Landbesitzer stifteten oft in ihrem Bereich eine Kirche, eine sogenannte Eigenkirche, die dann auch als ihre Grabstätte diente. Damit ist der Ursprung der Kirche Diegten weit älter als angenommen. Unterhalb des Kirchhügels entlang des Baches, der vom Chilpen herkommt, fanden sich Spuren einer alemannischen Siedlung und im Bereich des Schlössliwegs Spuren der ältesten mittelalterlichen Siedlung Tüllikon. Nun liessen wir diesen geschichtsträchtigen Ort hinter uns und wanderten quer über die Jurahügel Richtung Hölstein. Auf dem Weg erfuhren wir von der letzten Etappe im Menschenleben nach Erikson, der Zeit als Urgrosseltern. Bis vor der Industrialisierung erwirtschafteten die Eltern den Lebensunterhalt und ihre Kinder wurden von den Grosseltern betreut, die auch zunehmend politische Funktionen ausübten. Die Urgrosseltern waren aufgrund ihrer zunehmenden Gebrechlichkeit wieder ortsgebundener, wurden aber wegen ihrer Lebenserfahrung vielfach um Rat gefragt. Dies wurde veranschaulicht durch Beispiele aus unseren Familien. Beim Modellflugplatz bei Wolfsgarte machte wir Halt für unser Mittagessen, das an einem Feuer und mit einer Teilete stattfand. Das Wetter hatte es bisher gut mit uns gemeint, strahlend blauer, wolkenloser Himmel. Nun zogen aber dunkle Regenwolken auf.  Doch dies dauerte nicht lange, beim Weiterwandern war wieder strahlend blauer Himmel über uns. Wir folgten nun einem Waldrand, gingen ein kurzes Stück durch den Wald und sahen plötzlich die ehemalige Heimstätte Leuenberg unter uns. Hier erfuhren wir aus erster Hand, dass die Aktivitäten im Zentrum ruhen und in einer intensiven Projektphase mit Bestandesaufnahme und möglichen Zukunftsvisionen für diese Gebäude gearbeitet wird. In der schneckenförmigen Kapelle hielten wir unsere Besinnung ab. Ein kurzer Weg führte uns danach nach Hölstein, wo wir die neue Waldenburger-Bahn nach Liestal bestiegen. Hier verabschiedeten wir uns voneinander.

Damit sind die beiden Themen ‚Entwicklungsphasen nach Erikson‘ und ‚Christianisierung unserer Region‘ abgeschlossen. Beides eröffnete uns neue Blickweisen auf uns und in die frühe Zeit der Geschichte Europas, die von der Christianisierung geprägt und in der Konsolidierung der unterschiedlichen Stammesgebiete im Grossreich Kaiser Karl des Grossen endete.

Nächstes Jahr werden wir wieder neue, aktuelle Themen besprechen bei interessanten Wanderungen und einer tollen Gemeinschaft von Männern.

Herzlich grüssen Euch

Pierre und Peter

PS: Wir konnten auch auf dem Leuenberg keine Information über die Herkunft und den Anlass für diesen Stein mit dem XP-Zeichen (griechische Anfangsbuchstaben für ‚Christus‘, ältestes Erkennungszeichen von Christen im Altertum) erhalten. Die Lösung ruht wahrscheinlich in einem Berg Akten, die vorläufig in Muttenz in Bananenschachteln eingestellt sind.

 

Vorschau Anlass vom 28. Oktober 2023

Hallo zusammen

am 28. Oktober werden wir uns erneut für einen Anlass sehen. Wir treffen uns um 10:00 Uhr am gewohnten Treffpunkt hinter der Kantonalbank in Sissach. Um 10:07 fährt unser Bus nach Diegten  Hirschen (Linie 107, 2 Zonen) ab. In Diegten werden wir zuerst die Kirche St. Peter besichtigen. Sie steht über den Fundamenten einer alten Kirche aus dem der Zeit der Franken-Herrschaft im 9. Jahrhundert. Zu ihrer frühesten Geschichte werden wir dazu eine Information hören und können die von Walter Eglin, dem bekannten Oberbaselbieter Künstler, gestaltete Kirche besichtigen. Danach wandern wir quer über die Hügel Richtung Waldenburgertal. Auf dem Weg werden wir uns mit der nach Erikson letzten Lebensphase, der der Urgrosseltern, thematisch auseinandersetzen. An der Feuerstelle des Modellflugplatzes werden wir unsere Mittagessen-Teilete durchführen. Nach dieser Pause werden wir durch den Wald hinunter zum Leuenberg gehen. Pierre wird uns dort etwas zum Grundstein beim Haupteingang erzählen, der mit dem alten christlichen Symbol XP gezeichnet ist. In der Kapelle werden wir auch einen Moment der Besinnung durchführen. Nun ist es nicht mehr weit bis nach Hölstein, wo wir uns voneinander verabschieden werden. Das neue Tram 19 führt uns danach nach Liestal, wo kurz nach 15Uhr die S3 Richtung Basel (15:11 ab, Riehen an um 16 Uhr) und Sissach (15:17 ab) weiterfahren.

Wir freuen uns, viele von Euch wieder zu sehen.

Herzlich grüssen Euch

Pierre und Peter

 

Anlass vom 26. August 2023

Hallo
nach einer langen Sommerpause trafen wir uns am 26. August wieder. Dieser Tag wird allen Teilnehmer in Erinnerung bleiben, war es doch eines der äusserst seltenen Male, wo wir im Regen wanderten. Doch beginnen wir von vorne:
Wir trafen uns direkt am Bahnhof in Tecknau bei bewölktem Himmel und warmer Temperatur und wanderten am Rand des Eitals hoch. Der Weg ging zuerst im Schatten des Waldes. Vor dem Schützenhaus überquerten wir das Tal zwischen hochgewachsenen Maisstängeln durch. 300m weiter folgten wir dem Eibach wieder zurück zum Wald. Auf diesem Wegstück konnte man die ursprüngliche Nutzung des Baches erahnen, wurde er doch im Winter gestaut, so dass die Wiesen mit fruchtbarem Schlamm überflutet wurden. Nun stiegen wir dem Bach folgend hoch bis an den Fuss des Wasserfalls, wo wir auch einen Blick auf den (verschlossenen) Eingang der Bärenhöhle werfen konnten. Von hier ging es wieder zurück und dann steil hoch zu den Kalkfelsen, wo auch die Bruderlochhöhle sich befindet. Bis hierher hatten wir über die Bedeutung der Grosseltern für ihre Enkelkinder (nach Erikson) erfahren und von einem Beispiel, wie Tradition von einer Generation zur nächsten weitergegeben werden kann (Frage der Kinder zur Bedeutung des Passahmahls mit anschliessender Erzählung der Geschichte vom Auszug des jüdischen Volkes aus Ägypten vor mehr als 3000 Jahren). Zur Geschichte der Bruderlochhöhle ist nichts genaues bekannt. Doch wie beim Bruderholz wird angenommen, dass in der Zeit zwischen dem Niedergang des römischen Reichs und dem Entstehen der karolingischen Reiche sich an verschiedenen Orten Menschen getroffen und zusammen gelebt haben, die ihren christlichen Glauben in einer ursprünglichen Form leben wollten unbeeinflusst von heidnischen Spuren und dem zunehmenden Einfluss der verwaltungsmässig sich gut organisierten ehemaligen christlichen Staatskirche. Inzwischen hatte sich der Himmel vollständig bedeckt mit dunklen Wolken. Wir beeilten uns, über das Dorf Wenslingen zur Ruine Ödenburg zu gelangen. Dort begann dann auch der angekündigte Regen. Dennoch konnten wir ein Feuer entfachen, wo eilig unsere Würste (schwarz) gebraten wurden. Daneben erfuhren wir auch von deren aufgrund der kürzlich stattgefundenen Restaurierung revidierten Geschichte: Inzwischen wird aufgrund von neuen Funden angenommen, dass die Herren Homburg oder Thierstein (zwei verwandte Geschlechter aus der Gegend Wittnau / Schupfart) ihr Einflussgebiet nach Westen ausdehnten und dabei im 10. Jahrhundert die Ödenburg gründeten. Die Homburger konnten aber wenig später die Homburg bauen und die Thiersteiner die Besitzungen der Soyhières im Laufental und der Pfeffinger bei Aesch übernehmen, so dass die Ödenburg verlassen wurde und zerfiel. Nach dieser dieses Mal kurzen Mittagspause brachen wir im Regen auf, und wanderten durch den Wald zum Dorfeingang von Wenslingen. Aufgrund der nun rutschigen Verhältnisse auf den Wanderwegen entschlossen wir uns, der Strasse im Aletental zu folgen bis zum alten Wenslingerweg, der direkter Richtung Bahnhof führte. Doch zuerst machten wir einen Abstecher zum Primarschulhaus Tecknau, wo wir Einlass erhielten und die in den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts in der Bärenhöhle gefundenen Knochen eines Bären, der vor ca. 30’000 Jahren gelebt hat, anschauen konnten. Nach diesen Eindrücken eilten wir zum Bahnhof, wo wir uns auch schon verabschiedeten.

Dieser Anlass war voller Eindrücke aus den verschiedensten Bereichen, die uns noch längere Zeit begleiten werden.
Bei unserem nächsten Anlass vom 28. Oktober, der uns von Diegten zum Leuenberg führen wird, werden wir uns u.a. mit dem Geheimnis eines speziellen Grundsteins der Heimstätte erfahren. Wir freuen uns, Euch dabei wiederzusehen.

Herzlich grüssen Euch

Pierre und Peter