Anlass vom 19. Oktober 2024
Hallo

Am 19. Oktober hat bei sehr angenehmem Wetter unsere letzte Wanderung in diesem Jahr stattgefunden. Startpunkt war beim ehemaligen Tonwerk am Bahnhof Lausen. Wir überquerten die Hauptstrasse und erreichten die Unterdorfstrasse beim Schulhausplatz. Diese Strasse führt durch den einen der Dorfkerne von Lausen (der zweite, ältere Dorfkern, das ehemalige Bettenach, ist auf der anderen Seite der Ergolz bei der Kirche) und ist gesäumt von schönen, alten Häusern. Zuoberst befindet sich die ehemalige Mühle von Lausen, die seit dem 14. Jahrhundert bis 1996 betrieben wurde. Schräg gegenüber ebenfalls am Mühlekanal gelegen ist die ehemalige Papiermühle, in der vom 16. Jahrhundert bis 1982 Karton hergestellt wurde. Dieser Komplex besteht aus ehemaligem Fabrikgebäude, Arbeiterwohnungen, Lagergebäude und Herrschaftshaus. In den historischen Mauern dieser Gebäude werden nun Wohnungen eingebaut. Kurz danach überquerten wir die Ergolz und die Autobahn Sissach-Liestal und gelangten ins neue Quartier Bifang. Wir passierten den Kreisel mit den Buchstaben des Ortsnamens in der Mitte und gelangten an Feldern und Obstbäumen vorbei zur Ergolz. Zuerst durch ein kurzes Stück Wald und dann übers Feld errichten wir das Quartier Schöneberg von Itingen. Nun ging alles auf einem Mergelweg der Ergolz entlang bis vors Tenniscenter Sissach. Dabei sahen wir ein Feld mit bald reifer Sorgumhirse. Wir überquerten die Ergolz und waren nun schon an einer Feuerstelle für unsere Mittagsteilete. Frisch gestärkt ging es weiter der Ergolz nach hinauf zur kleinen Allmend, wo wir den ältesten Dorfkern von Sissach sahen, und zur reformierten Kirche. Hier wurden gerade Vorbereitungen für die Kulturnacht getroffen, so dass wir sie nicht betreten konnten. Das Areal der Kirche ist noch von einem Stück Mauer umgeben. Diese Kirche war wie die Kirchen in Muttenz und Pratteln als Schutzkirche angelegt worden. Auf dieses Areal konnte sich die Bevölkerung in Krisenzeiten in Sicherheit bringen. Die Kirche Sissach wird nächstes Jahr ihr 500-jähriges Jubiläum feiern (Als älteste Zeugen einer Kirche wurden unter dem Kirchenboden Mauerreste und Gräber schon aus dem 7. Jahrhundert gefunden.). Wir wanderten also weiter zum ‚Lebensspielraum‘, vor dem wir uns meistens treffen. Hier hatten wir Ort und Gelegenheit für eine Besinnung mit Austausch und Gebet. Danach verabschiedeten wir uns bis zum nächsten Treffen im neuen Jahr, bereichert durch den Austausch und die Gemeinschaft untereinander.

Themen auf dem Weg waren aus dem übergeordneten Bereich ‚Gesundheit‘ ‚Achtsamkeit – Schlaf und Beziehungen‘. Die bekannteste Form von Achtsamkeit ist die Meditation. Generell wird die Aufmerksamkeit von der Umgebung aussen nach innen gelenkt mit Hilfe von Rhythmen im Körper (Atmung, Herzschlag). Dies führt in eine Art Wachschlaf, in dem wie beim Einschlafen zuerst viele Gedanken, Ideen, Erlebnisse im Geist auftauchen. Diese können nach und nach weggelassen werden, so dass eine leere Aufmerksamkeit gerichtet auf das eigene Innere entsteht. Hier hat der Heilige Geist in uns Wohnung genommen, so dass wir für seine leise Sprache zugänglich werden. Dieser Zustand hat von der Hirn- und Körpertätigkeit her grosse Ähnlichkeit mit dem Tiefschlaf. Beides dient der Erneuerung des Gehirns (Die Hirnflüssigkeit, die alle Nervenzellen umgibt, wird intensiv durchgespült, so dass Abfallstoffe wie die Vorstufen der Hirnveränderungen der Alzheimer-Demenz abtransportiert werden.) und das autonome Nervensystem schaltet um, weg vom Stress. Eine dritte, gleichwertige Ebene wird in der Bibel schon früh und immer wieder neu genannt: Vertrauensvolle und tiefe Beziehungen zu anderen Menschen, speziell in Familie und Freundeskreis. Schon im Schöpfungsbericht steht geschrieben: ‚Es ist nicht gut, dass der Mensch allein sei.‘. In der Geschichte des jüdischen Volkes wird immer wieder von Familien erzählt und Jesus selber sammelte einen engen Freundeskreis um sich.
Wir wünschen Euch weiterhin alles Gute.
Herzlich grüssen Euch
Pierre und Peter

Am 17. August haben wir uns zum dritten Mal dieses Jahr getroffen. Der Start war am üblichen Ort in Sissach. Der Weg führte uns unter der Bahn durch zum Burgerai, dem bewaldeten Hügel Richtung Thürnen. Hier ging es in grossen Kehren hoch bis zum höchsten Punkt, der Chärneweid. Etwas versteckt im Wald sind dort Mauerreste, die eine alte, lange Zeit genutzte Wehranlage umgaben. Hieher haben sich, wahrscheinlich schon bevor die Geschichtsschreibung begonnen hatte, Menschen auf dieser Talseite von Sissach geflüchtet, wenn kriegerische oder brandschatzende Horden ihre Siedlungen bedrohten. Auf der Sissacherfluh ist für die andere Talseite ein gleicher Ort erkennbar. Schon bald waren wir vor dem Wölflistein an einer Feuerstelle angelangt, die für unsere Teilete günstig war. Zuerst hiess es Holz zu sammeln und klein zu machen. Schon bald roch es bald nach unterschiedlichen Würsten. Nach dieser Mittagsrast wanderten wir weiter zum Hof Oberer Wölflistein, der von einer Anlage mit Hochstammbäumen umgeben ist. Auf dem Weg am Waldrand fanden wir reife, von der Sonne gewärmte Brombeeren, die regen Zuspruch fanden. Schon ging es wieder bergab an den Bauernhöfen Hinter Horn vorüber und steil hinunter nach Zunzgen hinter das ehemalige Bemag-Areal. Dieses durchquerten wir, um einen alten Dorfteil um die ehemalige Mühle zu erreichen. Diese steht nicht mehr, nur noch ein Nebengebäude, bei dem eine alte bemalte Stubendecke gefunden worden war. Ein Bewohner des Nebenhauses ermöglichte uns den Zugang zu diesem Ort. Von den Farben ist leider zur Zeit nicht mehr viel zu erkennen. Der Weg führte uns weiter zum neuen Gemeindehaus und dann hoch zum Büchel. Inzwischen weiss man aus Sondiergrabungen, dass dieser ein künstlich aufgeschichteter Hügel ist, auf dem wahrscheinlich einmal eine sogenannte Motte stand, eine steil zugängliche Holzfestung, wohin die Bewohner der umliegenden kleinen Siedlung wiederum beim Anmarsch brandschatzender Horden nun im 10.-12. Jahrhundert fliehen konnten. Zur 700 Jahr-Feier von Zunzgen wurde eine neue Motte auf dem Hügel errichtet, die wir besteigen konnten. Die Aussicht ist grossartig (siehe Panorama-Foto unten)! Es lohnt sich, dorthin zu gehen (Eine Besichtigung muss vorgängig auf der Gemeindeverwaltung angemeldet werden.)



Nun, am 25. Mai haben wir uns wieder getroffen, zum zweiten Mal in diesem Jahr. Treffpunkt war der Bahnhof Riehen. Auf dem Weg zur Busstation erzählte uns Pierre, dass im Park, den wir passierten, einmal ein Heilbad hätte entstehen sollen. Dann kamen wir am Hofgut vorbei, das ursprünglich Johann Rudolf Wettstein gehört hatte. Diesem Politiker und auch Bürgermeister von Basel ist zu verdanken, dass die Eidgenossenschaft nach dem dreissigjährigen Krieg vom damaligen deutschen Reich selbständig wurde. Nach diesem Exkurs bestiegen wir den Elektrobus nach St. Chrischona. Hier begann unsere Wanderung. Die erste Station war der Fernsehturm. Dort erfuhren wir auf wen der Name der Chrischona zurückgeht, eine Einsiedlerin im 4. Jahrhundert, die mit Ottilie und Margaretha auf den Hügeln, die Basel umgeben, wohnten. Wenig später überquerten wir die Landesgrenze und wandten uns dem Ruschbachtal zu, das nach Wyhlen führt. Doch die kräftigen Regenfälle der vergangenen Wochen machte unseren Fussweg im Wald bald unpassierbar mit rutschigen Stellen und umgestürzten Bäumen über dem Weg. Also nochmals zurück. Zum Glück führt ein Mergelsträsschen am Rand des Tälchens ebenfalls nach Wyhlen. Hier wollten wir nicht durch die Ortschaft wandern, sondern stiegen wieder in vielen Windungen hoch, bis wir dem Rand eines Abhangs oberhalb von Wyhlen folgen konnten. Am Weg war auch eine Aussichtsplattform, das Chänzele, wo wir sogar Platz für unser gemeinsames Mittagessen fanden mit schönstem Ausblick auf das Dorf.
wurden wir von der Mesmerin empfangen. Sie erzählte uns kurz von der Bedeutung der Kirche als Wallfahrtsort, zeigte uns einig weniger augenfällige Details in der Kirche und führte uns auch in die Sakristei mit wunderbaren Messgewändern. Anschliessend hatten wir in dieser Kirche unseren besinnlichen Moment mit Gesang und Gebet. Im Anschluss folgten wir einem kleinen Betrachtungspfad mit geschnitzten Holzbildern zum Leben von Maria zu einer kleinen Lourdes-Grotte im Wald. Die Bemühungen dieser Kirchgemeinde, einen lokal wichtigen Andachtsort zu erhalten und pflegen, hat uns berührt.
Nun ging es weiter, wieder am Rand der Ortschaft unter einer Fluh durch zum Ortsende Richtung Rheinfelden. Hier am Kreisel ist die Endstation eines BVB-Buses nach Kleinbasel, den zwei Teilnehmer benutzten und sich von uns verabschiedeten. Die weiteren zogen auf allerdings asphaltierten Wegen quer über die Ebene zum Kraftwerk Augst mit seinen zwei Werken, zuerst dem deutschen und dann dem schweizerischen. Und gleich waren wir an der Busstation Stundeglas, wo wir uns verabschiedeten und in unterschiedlichen Bussen wegfuhren.