Anlass vom 3. Mai 2014

Hallo Freunde

unserer Wanderung am 3. Mai wird mir noch lange lebhaft im Gedächtnis bleiben:

Himmel bedeckt, zum Teil tief liegende Wolken, die die Aussicht auf die höheren Hügel gerade versteckten oder auch wieder kurz freigaben, der Weg vom Fuss des Viadukts in Rümlingen bis zum Geleise hoch mit vielen Blumen, die es nur auf Trockenwiesen zu sehen gibt, das berühmte Viadukt ganz aus der Nähe mit optimalem Blick auf jeden Zug, der das Viadukt von Sissach her überqueren möchte, der Waldrand geschmückt mit blühendem Ginster, die Ebene vom Hornberg gen Häfelfingen und das Bad Ramsach und zeitweise auf den Wiesenberg mit den vielen Hochstammanlagen von Obstbäumen, die Wanderung im Wald hoch und plötzlich das Überschreiten des höchsten Punktes, von wo es wieder bergab geht.

Die Inputs zeigten uns die Bedeutung des familiären Netzes und einige typische Muster. Im jüdischen Kulturkreis war das Überleben des Geschlechtes sehr wichtig, da jede Familie ihr eigenes Landstück besass. So wurde im alten Testament sogar die Schwagerehe eingesetzt, damit ein naher Verwandter mit der kinderlosen Witwe ein Kind zeuge und so das Geschlecht des verstorbenen Ehemannes weitergehe. In der Bibel gibt es viele weitere Aussagen über den Umgang der älteren und jüngeren Generation miteinander. Der richtige Umgang in der Familie kann sogar gesundheitliche Auswirkungen zeigen. Der Zusammenhang in einer Familie kann sehr stark sein, so dass Geschwister die alten Eltern unterstützen und auch gegenseitig einander helfen. Es gib jedoch auch das andere Beispiel, wo die Geschwister nichts mehr miteinander reden und die Eltern im Alter vereinsamen.

Unvermutet tauchte im Wald die Homburg vor uns auf. Sie wirkt von Häfelfingen her mit dem grossen Turm, der direkt oberhalb des Eingangs-‚Tores‘ steht eindrucksvoll. Und erst auf dem Turm: Der Einblick in die ehemaligen Etagen, die rasch in der Fantasie entstanden (alles Holz wurde bei der Zerstörung der Burg verbrannt), die Anlage am Felsensporn angelehnt – niemand kann sich diesem Eindruck von Macht und Gewalt entziehen. Vor dem Eingang zum Turm gelang es uns trotz nassem Holz unser gewohntes Feuer zu entzünden, so dass alle ihre gebratene Wurst verzehren konnten. Auf dem Weiterweg durch den Wald nach Läufelfingen erfuhren wir viel über das Leben in den alten Burgen. In Läufelfingen selber führte uns der Weg durch ein älteres Quartier mit vielen bunt blühenden Blumen und Sträuchern. Das Läuferfingerli führ uns zurück nach Rümlingen, wo wir in der Kirche einkehrten, die auch wieder Anflüge an eine Burg zeigt. Wir konnten nochmals Stille werden, auf ein kurzes Wort hören und für den Tag danken.

Herzlich grüssen

Pierre und Peter

Vorschau Anlass vom 3. Mai 2014

Die neuen Termine für das zweiter Halbjahr 2014 und der dazugehörige Prospekt sind online !

 

Hoi mitänand

am Samstag 3. Mai werden wir – wir habe wie für den letzten Monat schönes Wetter bestellt – das Homburgertal besuchen. Wir werden vom Tal aufsteigen etwas in die Höhe bis wir bei der Homburg anlangen, wo wir auch unser Mittagessen einnehmen werden. Auf dem Weg dorthin setzen wir uns auseinander mit unserer Verantwortung unserem Beziehungsnetz gegenüber. Damit sind die Personen unserer näheren Umgebung gemeint: Ehepartner, Familie, Freunde, Bekannte, Arbeitskollegen … Wir ziehen den Kreis vom letzten Mal etwas weiter. Es wird sicher wieder spannende Gespräche auslösen. Wir befinden uns ja wieder in der freien Natur, spüren die Wärme der Sonne, hören den Wind und die Vögel, sehen die Blumen und Tiere, riechen die Erde, alle unsere Sinne sind angesprochen, unser Körper beim Wandern gefordert, das weckt auch unseren Geist und unser Denken. In der Homburg werden wir auch einen kurzen geschichtlichen Hintergrund geben, so dass wir auf Wurzeln von unserem Leben hier und jetzt blicken können. Nach der Rückwanderung werden wir in der Kirche in Rümlingen einen Moment der Besinnung leben, bevor wir uns wieder trennen werden.

Komm doch mit uns, erlebe Männer einmal nicht im Anzug mit Krawatte in einer sterilen Umgebung, sondern aktiv beim Wandern in der Natur. Erlebe, wie gerade so tiefer gehende Gespräche entstehen, die Dich und Deinen Gesprächspartner direkt betreffen. Erfahre auch, wie unser Handeln in einen – gross gesprochen – spirituellen Rahmen gestellt werden kann. Sei also herzlich eingeladen, Dich mit uns um 10 Uhr hinter der Kantonalbank Sissach auf den Weg zu machen.

Herzlich grüssen

Pierre und Peter

Anlass vom 1. März 2014

Hallo

am 1. März konnten wir bei teils schönem aber sicher trockenen Wetter unsere Wanderung durchführen. Von Tecknau folgten wir dem Tafeljura-Weg passepartout am Fuss der Fluh unterhalb Wenslingen ins Eital hoch. Auf dem Weg erfuhren wir von der speziellen Nutzungsart dieses Waldes, bei der die Laubbäume nach dem Holzen wieder aus dem Wurzelstock neu ausschlugen und so einen lichten Wald mit viel Unterholzpflanzen entstehen liess. Auch die Auen dem Eibach entlang wurden speziell genutzt, wurden sie im Winter jeweils vom Bach her geflutet, so dass sie im folgenden Frühling viel Ertrag an Heu und Gras lieferten. Wir suchten die Bärenhöhle am Fuss des Wasserfalls zur Bettstigi auf, wo anfangs des 20. Jahrhunderts Teile eines Höhlenbären gefunden worden waren. Diese Höhle ist nur eine von mehreren sogenannten Karsthöhlen in dieser Gegend. Die nächste sahen wir weiter oben, dort wo der Wasserfall sich die Fluh hinunterstürzt. Die Dritte ist dann gerade am Dorfrand oberhalb des Aletenbachs. Neben den kulturgeschichtlichen Belangen setzten wir uns mit unserer Verantwortung auseinander: ich werde von einer Autorität zur Rechenschaft gefordert gegenüber meinem Handeln einer bestimmten Sache gegenüber. Weiter ausgeführt haben wir die Verantwortung dem eigenen Leib gegenüber. Dieser Begriff umfasst uns mit Körper und Seele. Gefahren speziell für uns Männer sind Stress, Sucht und Bewegungsmangel, was uns von uns selbst weg und auch aus unseren Beziehungen führt. Mögliche Auswege können bewusste körperliche Aktivität, meditative Momente und auch eine Ernährung sein, die die Bedürfnisse des Körpers beachtet. Dies konnten wir in den gemeinsamen Gesprächen weiter ausführen. Die Mittagsrast warddann auf der Ödenburg, die zwischen dem 10.-13.Jahrhundert wahrscheinlich als Fluchtburg der Bevölkerung gedient hat. Wir genossen die wunderbare Aussicht über den knospenden Wald ins Tal hinunter, die Sonne und unsere mitgebrachten und gebratenen Würste. Danach ging es oberhalb der Kantonsstrasse im Wald nach Tecknau zurück. Hier hatten wir eine Rast im Schulhaus, wo einige Fundstücke aus der Bärenhöhle ausgestellt sind. Wir schlossen dort auch unsere Begegnung mit Gesang, Dank und Stille ab.

Wir freuen uns, uns am 3. Mai im Raum Buckten wieder zu sehen und die Homburg aufzusuchen.

Herzlich grüssen Euch bis dahin

Pierre und Peter

 

Vorschau Anlass vom 1. März 2014

Hallo

am 1. März findet wieder eine tolle Wanderung mit Männer-Begegnungen statt. Pierre und ich haben uns in der Umgebung von Tecknau und Wenslingen umgesehen. Von Tecknau führt ein Weg auf der Route ‚passepartout für den Tafeljura‘ durch den Wald im Eital unterhalb der fluhartigen Felsen von Wenslingen. Der Wald ist geschützt, da er einer Vielzahl von Baumen und Sträuchern im Unterholz Lebensraum bietet. Wir gelangen in die Höhe zu einer Karsthöhle, die wir je nach Lust etwas erkunden können. Auf dem Weg setzen wir uns generell mit ‚Verantwortung‘ auseinander und speziell mit gesundheitlichen Aspekten zur ‚Verantwortung unserm Körper und der Seele gegenüber‘ (Der Begriff Leib umfasst diese beiden Aspekte.). Dies bietet sicher wieder Anlass zu an geregten Gesprächen. Wir gelangen weiter in die Höhe auf die Hochebene und nach Wenslingen. Der weitere Weg führt nun oberhalb der Felsenfluh zur Ruine Ödenburg. Sie ist die älteste bekannte Burg im Kanton und geht aufs 10. Jahrhundert zurück. Man erkennt noch viele Gebäudeteile in ihren Funktionen. Wozu hat wohl der sagenhafte Jungfernstein gedient?

In den Mauern der Ruine werden wir auch unser gemeinsames Mittagessen einnehmen. Es besteht wieder die Möglichkeit, am offenen Feuer zu braten. Und natürlich haben wir Zeit und Gelegenheit für Gespräche unter Männern.

Nach der Mittagspause führt der weitere Weg entlang des Bruchs zurück nach Wenslingen, wo wir einen kurzen Blick in die Bärenhöhle werfen können (Sie ist abgeschlossen.). Wir gelangen an einem Biotop vorbei auf die Hochebene und dann durch den Wald hinunter nach Tecknau. Hier wird Pierre uns noch seinen neuen Wirkort im Schulhaus zeigen und auf Informationen zur Bärenhöhle und den Ausgrabungen hinweisen. Wir werden wieder mit einem besinnlichen Moment abschliessen.

Es freut uns, Dich an diesem Tag zu sehen.

Herzlich grüssen

Pierre und Peter

Anlass vom 2. November 2013

Hallo

Am 2. November sind wir wieder unterwegs gewesen. Der Wetterbericht hatte eigentlich für den ganzen Tag Regen angesagt. Jedoch – zu unserem Glück – kam es anders.

Zu dieser letzten Wanderung im 2013 kam am Samstag dem 2. November der hard core unserer Männer-Bewegung zusammen, die weder Regen noch Sturm vom Treffen abhalten kann. Wir hatten lange Zeit sogar Sonnenschein und recht gute Weitsicht. Diese war auf unserem Weg  über lange Strecken zu geniessen. Wir folgten einem fast vergessenen Weg durch Weiden zum Wald am Kienberg. Auf diesem Stück hielten wir zweimal inne für einen Gedankenanstoss. Wie stelle ich mir einen idealen Grossvater vor? Wie habe ich meinen realen Grossvater erlebt? Ein alter Mann soll weitherzig, gütig, bereit zum Zuhören und zum wertschätzenden Kontakt mit andern sein. In der Realität sah es manchmal anders aus: keine Erinnerung an den Grossvater, da er früh verstorben war oder nur sehr selten Kontakt zu ihm bestand, eigenmächtig, die Familie als Despot beherrschend,.. Später orientierten wir uns am Beispiel des Apostels Paulus gegenüber seinem jungen Mitarbeiter Timotheus, dem er einige Monate vor seinem Tod noch schrieb: dem andern danken und ihm vertrauen – den andern aufbauen – zu den eigenen Fehlern und Schwächen stehen können. Diese Gedanken begleiteten uns auf dem Weg durch den prächtigen Herbstwald. Einen weiteren Ausblick ins mittlere Baselbiet genossen wir vom neuen Wildbeobachtungsstand nahe des Hofes Isleten. Der weitere Weg führte uns an diesem Hof vorbei durch den Wald hoch zur Sissacherflue.

Wir fanden inzwischen bei frischem, fast stürmischem Wind eine geschützte Feuerstelle, so dass wir wie gewohnt unsere Würste und Brote braten konnten.

Ich bin immer wieder erstaunt, welch reichhaltige Köstlichkeiten unsere Mittagstafel füllen, so dass jeder nach Lust und Laune zugreifen kann. Der Rückweg führte und durch Wald, Reb- und Obstberge zurück nach Sissach, wo wir in der reformierten Kirche mit den neuen farbigen Glasfenstern einen Moment des Rückblicks und des Dankens fanden. Nach einem herzlichen Abschiednehmen trennten wir uns wieder.

Pierre und ich sind inzwischen schon für die Planung des Jahres 2014 zusammen gesessen und werden Euch in Bälde darüber informieren.

Eine gesegnete Weihnachtszeit und ein reiches Neues Jahr wünschen Euch

Pierre und Peter