Anlass vom 30. Mai 2015
Hallo
Der Sommer ist rechtzeitig für unsere letzte Wanderung doch noch gekommen. Trockenes Wetter bei 18°C, bewölkter Himmel und zeitweise voller Sonnenschein. Wir wanderten am 30. Mai von Liestal den Weg Richtung Deponie Höli hoch. Dabei durchquerten wir das alte römische Aquadukt, über dessen Präzision von der Vermessung her und der Abdichtung wir wieder staunten. Der Weg führte uns zur Ruine Burghalden, die in den unruhigen Zeiten im 11. Jahrhundert, als die Herrschaftsverhältnisse in der Region Basel nicht gesichert waren, zuerst als Fluchtburg für die Bevölkerung und später als Herrschaftsburg diente. Nach Festigung des Bistums Basel im 12. Jahrhundert wurde sie verlassen.
In der ehemaligen Kapelle hörten wir unseren ersten Impuls ausgehend von Römer 1.18ff: Gott lässt sich in der Schöpfung erkennen. Paulus liess darin auch verhüllt Kritik an der römischen Herrschaft anklingen. Weiter führte uns der Weg durch den Wald zum Fuss des Lindenstocks. Dies ist eine mit Erde zugedeckte alte Mülldeponie, wo die Natur sich langsam mit Kräutern, Stauden und Sträuchern das Terrain wiedergewinnt. Zuoberst hatten wir eine ausgezeichnete Weitsicht vom Gempen über die Stadt Basel (Der Roche-Turm ist unübersehbar!) bis in den Schwarzwald.

Wir hörten hier auf den Psalm 104, ein Lob Gottes angesichts der Wunder der Schöpfung. Der weitere Weg führte uns weiter durch schattigen Wald zum Liestaler Aussichtsturm, wo wir ein grosses Feuer entfachten, um unserer mitgebrachten Würste zu braten.
Das Essen teilte jeder mit jedem, so dass wir aus dem Vollen und der Vielfalt schöpfen konnten. Nach dem Mittag ging es weiter zuerst auf der Hügelkuppe und dann den steilen Hang hinunter nach Liestal. Auch hier sahen wir neben der herrlichen Aussicht viele blühende Sträucher in verschiedenen Farben und Gerüchen. In Liestal war unser Ziel die evangelisch-methodistische Kirche. Hier hatten wir Gastfreundschaft erhalten für einen Moment der Stille, des Dankens und der gegenseitigen Fürbitte. Die Zeit war für uns im gemeinsamen Hören, Schauen und Austauschen rasch vorüber gegangen. Wir verabschiedeten uns herzlich voneinander.
Zum Glück geht es weiter mit den Männer-Bewegungen. Am Samstag 22. August und 17. Okoboer werden wir uns wieder im Raum Sissach treffen für Wanderung, Austausch und Kameradschaft. Merkt Euch diese Daten unbedingt vor. Wie gewohnt werdet ihr kurz davor genauere Informationen erhalten.
Wir wünschen Euch herzlich einen schönen Sommer, gute Ferien und bis zum nächsten Mal
Pierre und Peter

Am 22. November haben wir uns wieder getroffen. Die Wanderung nahm ihren Ausgangspunkt auf der Buuseregg zwischen Rickenbach und Buus. Beim Start liefen wir in dichtem Nebel, und wir wussten nicht, ob es so weitergehen würde (was eigentlich auch einmal reizvoll ist). Auf der Flue am Farnsberg waren wir jedoch im Sonnenschein und der Nebel lag schon unter uns. Die Sonne begleitete uns dann den ganzen restlichen Tag. Auf dem Weg setzen wir uns mit dem Thema unserer Verantwortung in der Beziehung zu Gott auseinander. Das Alte Testament kennt schon im ersten Buch verschiedene Begriffe für Gott, die jeweils unterschiedliche Aspekte beleuchten und auch eine Entwicklung in der Beziehung zu diesem anfangs unbekannten ‚Wesen‘ anzeigen: ‚der Allmächtige‘,‘ der Schöpfer‘ -‚ Herr‘ – der persönliche Name: ‚Jahwe‘. Im Neuen Testament wird dies nochmals konkretisiert durch ‚Jesus Christus‘. Hier liegt ein Reichtum für jeden brach und gleichzeitig wird ein Weg zum Kennenlernen des ‚Wesens Gott‘ vorgezeichnet. Ein anderer Text zeigt am Beispiel des Volkes Israel, das durch die Wüste bis an die Grenze des verheissenen Landes gewandert ist, die unterschiedlichen Perspektiven einer menschlichen und einer göttlichen Sicht auf: Das Volk sah ein unbekanntes Ziel vor sich, das für es nicht greifbar war, und viele Widerstände auf dem Weg dahin (Feinde, Durst, Hunger, Umherirren in der Wüste), die scheinbar sinnlos wirkten und zu Murren und Hadern veranlassten. Gott sieht vom zukünftigen Leben im verheissenen Land her zurück; er sieht den ‚roten Faden‘ in all diesen Ereignissen und eröffnet dem Volk, dass er es auf dem ganzen Weg getragen habe, wie ein Vater seinen Sohn trägt.