Vorschau Anlass vom 1. Oktober 2016
Hallo
Pierre und ich haben die nächste Wanderung vom 1. Oktober schon erkundet. Wir fahren wieder mit der S3 10:03 ab Sisach nach Liestal, wo wir 10:10 auf Gleis 2 eintreffen werden. Unsere Wanderung führt uns vom Bahnhofausgang an der Oristalstrasse (hier können Mitwanderer von Liestal und dem unteren Baselbiet noch zu uns stossen) durch das Herrschaftsquartier des Tiergartens am Gymnasium vorbei zur Sichtern. Von hier geht es weitgehend ebenaus über Felder und durch den Wald bis gegen Nuglar und Gempen, wo wir unsere Mittagsrast an einer feudalen Feuerstelle bei einer Jagdhütte verbringen werden. Auf dem Rückweg gelangen wir dann durch das Brunnbachtal, wo wir eine Unzahl verschiedener wilder Blumen sehen können. Im Oristal führt uns ein Weg parallel zur Strasse durch einen Wald, so dass wir sicher wieder nach Liestal gelangen.
Das Thema, das uns dieses Mal beschäftigen wird, ist wieder im Gesamtthema ‚Vison für das Leben finden‘ und handelt vom Erkennen und Nachfolgen im täglichen Handeln aufgrund des bisher Erkannten. Was motiviert uns dabei? Was gibt uns Leitlinien dazu? Den Abschluss werden wir dieses Mal auf der Oristal-Seite des Bahnhofs im Saal der Heilsarmee durchführen. Die Heilsarmee tritt ja immer wieder durch ihren sozialen Einsatz für Schwache in unserer Gesellschaft in die Öffentlichkeit.
Die Wanderung war für uns beim ersten Begehen eindrucksvoll durch den Reichtum an verschiedenen Pflanzen. Gerade die Hochebene hinter Sichtern und das Brunnbachtal zeigen vieles, was wir sonst selten sehen. Daneben haben wir wieder viel Zeit, miteinander von Mann zu Mann auszutauschen und uns kennen zu lernen. Darum haben wir erneut – wie immer – schönes Wetter für diesen Ausflug bestellt.
Wir hoffen, dass Ihr Zeit und Gelegenheit habt, mit uns diese Wanderung mitzuerleben.
Bis dann grüssen Euch herzlich
Pierre und Peter
Bei der letzten Wanderung haben wir uns in Lausen getroffen, acht Männer im Alter ab 10 Jahren (und etwas älter). Der Weg führte uns zu Beginn an schönen, blühenden Gärten vorbei auf die Höhe oberhalb des ehemaligen Steinbruchs von Lausen. Hier am Waldrand mit Blick aufs ganze Ergolztal hatten wir den ersten Gedankenanstoss, der uns vom Wahrnehmen von Hinweisen auf unserem Lebenweg (dem Thema der vorletzten Wanderung am Adlerberg) zum Bitten und Danken führt. Bitten und Danken im gleichen Atemzug genannt, da unsere Begabungen oft mit Ecken und Kanten versehen sind, die uns auch zu schaffen machen. Doch gerade dies kann uns weiterhelfen, unseren Lebensweg zu finden. Ermutigend für uns waren Hinweise aus medizinischen Studien, dass bei Krankheiten Gebet für sich oder für andere eine positive Wirkung auf den weiteren Krankheitsverlauf gezeigt haben. Diese Gedanken begleiteten uns eine Zeitlang. Der Weg führte weiter duch den Wald auf einem Waldlehrpfad. Dies war gerade für unsern jüngsten Mann lehrreich und interessant. Bei den ehemaligen Tongruben hatten wir den zweiten Halt mit einem weiteren Gedankenanstoss zum Thema: Wem schulde ich eigentlich Dank? Wer ist der Geber aller Gaben? Unser Schaffen allein bringt das, was wir im Wald und auf den Feldern am Wachsen, Blühen und Frucht Bringen sehen, nicht zustande. Auch diese Gedanken begleiteten uns auf dem nächsten Stück des Weges. Wir hatten genügend Zeit, die Tongruben zu besichtigen und dann weiter dem Weg entlang der Tafeln mit Informationen zu Bäumen und Tieren des Waldes zu folgen, bis wir am Waldrand oben bei Ramlisburg unsere Grillstelle erreichten.
Hier zündeten wir ein zünftiges Feuer an, das dem einsetzenden Nieselregen trotzte und die Würste zu herrlichem Duft erweckte. Während des Essens beobachteten wir zwei Gewitterzüge, die von Süden östlich und westlich von unserem Standort mit heftigstem Regen vorbeizogen, ein eindrückliches Schauspiel !. Punktlich zur Weiterreise hörte der Niesel auf und wir gelangten trocken nach Ramslinsburg, wo wir in der Kirche Halt machten. Dieses Gebäude wurde von einem Gast der Gemeinde gestiftet und lässt uns stimmungsmässig und farblich an die Arche und die Sintflut erinnern. Wir genossen einen Moment der Stille, des Dankes und der Bitte füreinander. Der weitere Weg führte im Wald an Rand der Zunzger Hard nach Sissach zurück. Hier holte uns der Regen nochmals ein. Doch dies konnte unsere Stimmung nicht mehr trüben. Wir hatten viel miteinander zu reden und auszutauschen, zu den Gedankenanstössen des Vormittags oder zu Erlebten aus unserm Leben und mehr. Hier in Sissach verabschiedeten wir uns in der Gewissheit, dass wir uns im Herbst wiedersehen können.
