Vorschau Anlass vom 14. September 2019
Hallo
bald schon, am Samstag 14. September, treffen wir uns erneut. Die Wanderung ist eine echte Wanderung, vom Bienenberg auf die Schauenburgflue und zur Ruine Alt-Schauenburg.
Wir treffen uns entweder wie üblich um 10Uhr in Sissach. Um den Weg abzukürzen, fahren wir mit dem Privatwagen zum Bienenberg. Wer in Liestal zusteigen will, wird beim Bahnhof Liestal abgeholt. Wer von Frenkendorf kommt, kann aber auch zu Fuss am Eben-Ezer vorbei zum Bienenberg kommen. Von dort wandern wir auf einem Mergelfahrweg durch den Wald und steigen langsam hoch, wobei wir in der Nähe der Ruine Neu-Schauenburg vorbeikommen. Diese befindet sich in Privatbesitz, weshalb wir sie rechts liegen lassen. Nun geht es wieder im Wald zum Teil recht steil auf Holzstufen zur Schauenburgflue hoch. Eindrücklich: auf unserer Rekognoszierung waren direkt neben der Treppe tiefe Spuren einer Wildschweinrotte sichtbar. Aber für ein Mittagessen à la Obelix reichte es nicht; wir sahen keines dieser Borstentiere. Doch auf der Flue hatten wir schöne Aussicht. Wer eine kleine Mutprobe machen will: An der Kante stehend kann man eine Seitansicht der Flue sehen und das tiefe Nichts unter den Füssen. Wir gehen von hier weiter auf Waldwegen zur Ruine Alt-Schauenburg. Auch hier geniessen wir eine wunderbare Aussicht in den Schwarzwald. Auf dem Felsensporn innerhalb der Ruine hat es eine Feuerstelle, wo wir auch unser Mittagessen mit Lagerfeuer und Teilete durchführen werden. Danach geht es wörtlich nur noch bergab, anfangs recht steil auf einem Holzersträsschen. Wir treffen wieder auf unseren Weg bergauf, schwenken aber dort nach rechts in den Wald ab um das Bad Schauenburg zu erreichen. Nun ist der Weg kurz auf dem Fahrsträsschen und dann bald wieder auf einem Feldweg leicht bergan zu einem Bauernhof. Wir gehen daran vorbei und kommen wieder zum Strässchen, das wir schon kennen. Vie
lleicht erinnert Ihr euch noch an die Wanderung von Pratteln über den Adlerberg? Wir hatten an einem Waldrand einen Halt für einen Input. Dort waren die zersägten Teile eines Kirschenbaums. Und von einem Astrest leuchteten einige Blüten. Franz hat diesen Moment aufgenommen und ich habe es Euch auf der Webpage gezeigt. Wir werden wieder dort vorbeigehen.
Unsere Wanderung endet im Bienenberg, wo wir uns wieder zur einem Moment der Besinnung treffen. Wer will, kann dann im Restaurant die feinen Kuchen mit Kaffee probieren. Die anderen fahren wieder im PW zurück zum Ausgangsort.
Inhaltlich werden wir uns mit dem Thema ‚Zeit für sich‘ auseinandersetzen: Was heisst dies? Welche Möglichkeiten gibt es dazu? Wozu ist diese Zeit für uns so wichtig? Gibt es Beispiele dazu?
Also, ich freue mich, Euch dann wieder zu sehen.
Herzlich grüssen
Pierre und Peter
PS:
Weg 1: 10Uhr hinter der Kantonalbank an der Hauptstrasse 40 in Sissach (wie gewohnt).
Weg 2: 10:10Uhr auf der Stadtseite des Bahnhofs nach links gehen bis zur Allee auf Höhe der Kantonsbibliothek. Wer diesen Weg wählt, melde sich bitte bei Pierre an, damit er die Autogrösse richtig wählen kann (pierre@maenner-bewegung).
Weg 3: ca. 10:20 auf dem Bienenberg. Wer diesen Weg wählt, soll sich bitte bei Peter melden mit Angabe der Mobile-Nummer, unter der er an diesem Tag erreichbar ist (peter@maenner-bewegung), damit wir einander sicher treffen.
inzwischen ist es schon eine Weile her, als wir uns am 1. Juni für unsere letzte Männer-Bewegung getroffen haben. Wir waren ein halbes Dutzend Männer, die sich in Eptingen bei der Mineralquelle einfanden. Nach einer kurzen Einführung in die lokale Geographie und Geologie im Zusammenhang mit der Mineralquelle starteten wir. Es war warmes und schönes Wetter, Bald waren alle schon in Gespräche vertieft. Diese unterbrachen wir zum ersten Impuls: Vorbild haben – Vorbild sein. Im alten Testament sind zwei Beispiele ausführlicher beschrieben, in denen der Amtsnachfolger eine längere Zeit als Diener seinem Vorgänger gedient hat und mit ihm erlebt und an ihm viel gesehen hat. Dies befähigte Josua, nach dem Tod von Mose, das oft störrische Volk Israel ins versprochenen Land zu führen und die Eroberung und Verteilung des Landes gerecht und ohne Streitigkeiten durchzuführen. Dies befähigte Elisa, unter mehreren israelitischen Königen viele Wunder zu tun, so dass immer wieder Momente der Umkehr zu Gott beim König und dem Volk geweckt wurden. Sie wurden von ihren Vorgängern berufen und eingesetzt. Diese Gedanken bewegten uns die nächsten Minuten und schon bald hatten wir ein weiteres Bänkli für den zweiten Impuls erreicht: Wir prägen Menschen unserer Umgebung bewusst oder unbewusst und sind ihnen Vorbilder. Vielleicht erfahren wir zu einem viel späteren Zeitpunkt, was für eine Bedeutung wir im Leben einer anderen Person gehabt haben. Dies kann geschehen, auch wenn wir von uns selber ein anderes Bild verinnerlicht haben.
bediente sich dort, wo es für ihn im Moment am Schmackhaftesten schien. Nach diesem reichhaltigen Essen setzten wir uns an den Spitz der Bergflue mit dem weiten Blick in den Baselbieter Jura und dien anschliessenden Schwarzwald. Hier hielten wir unseren Moment der Besinnung ab mit Dankesliedern und der Möglichkeit zum Gebet füreinander. Danach ging es mit uns nur noch bergab im wörtlichen Sinne. Wir nahmen sogar eine Abkürzung durch den Wald. Am Waldrand war eine Ökowiese reich an vielen Blumen und Ins
ekten. Im Dorf schlugen wir den Weg zum Haus von Pierre Fretz ein, wo uns Tee und Gebäck erwartete. Hier konnten wir die gemeinsam erlebte Zeit nochmals vor unserem Auge vorbeigehen lassen. Der Bus führte uns dann wieder nach Sissach zurück.
Nun der Reihe nach. Wir stiegen in den Wald und hoch Richtung Wölflistein. Da ich mehrere Male andere Wege einschlug, als wir sie auf der Erkundung vorgesehen hatten, errichten wir nicht das Refugium, ein Ort der wahrscheinlich als Fluchtburg für den Ort Sissach gegen herumziehende Räuber- und Soldatenbanden diente, sondern zum sogenannten Känzeli, einem Aussichtspunkt auf einem Fels, der einen direkten Ausblick aufs Dorf und die gegenüberliegende Fluh bot. Hier war die erste Pause mit Input zum Thema Wachsen und speziell sich dafür Öffnen. Wachstum ist jedem Lebewesen gegeben: in der ersten Lebensjahren steht das körperliche Wachstum im Vordergrund, später dann die Ausprägung der eigenen Persönlichkeit. Erik Erikson hat dies in seiner Entwicklungspsychologie in Abschnitte von 7 Jahren eingeteilt: Stichworte zu den ersten Phasen sind Urvertrauen – Autonomie – Initiative – Leistung. Sind diese Phasen gut durchlebt worden, ist eine Persönlichkeit entstanden, die sich den nächsten Aufgaben zuwenden kann: Identität – Intimität – Generativität – Ich-Identität. Aus dem Ich entsteh
t ein Wir, in dem eine Familie Platz finden kann. Und nach Auszug der Kinder sollte, wenn alle Phasen und deren Übergänge gut gemeistert worden sind, ein reifer Mensch da sein, der sich für die Gesellschaft einsetzen kann. Ziel ist, dass Leben und Erfahrung an die nächste und evtl. auch übernächste Generation weitergegeben wird. In vielen, sogenannt einfachen Völkern ist dies noch in den Strukturen sichtbar: Die jungen Erwachsenen heiraten mit Eintreten der Geschlechtsreife, zeugen Kinder und Erarbeiten den Unterhalt für die Sippe, Die Grosseltern, die ja noch relativ jung sind, können ein Glied zurücktreten und übernehmen die Aufgabe der Betreuung der Kleinkinder und die Urgrosseltern mit etwa 45 Jahren kümmern sich um das Wohl der Sippe und des Stammes.
Nach diesen geistigen Herausforderungen folgte nun eine körperliche. Wir folgten in einen kleinen Tal einen von Brombeeren und umgestürzten Bäumen durchsetzten Weg hoch, bis wir wieder einen guten Weg erreichten. Alle meisterten diese Aufgabe vorzüglich. Nun auf der Ebene kurz vor der Tenniker Flue hiess es wieder Äste für ein Feuer sammeln. Auf
der Flue wurde sogleich das Holz fachgerecht aufgeschichtet und wenig später loderten die Flammen. Wie gewohnt teilten wir unsere mitgebrachten Gaben, brieten unsere Würste (auch der Hund erhielt ein Häppchen davon) und diskutierten heiss. Nach dem Essen ging es auf kurzem Weg hinunter ins Dorf Tenniken. Wir machten wieder eine Variante zum erkundeten Weg und gelangten so am Brunnen oberhalb des Rebberges vorbei. Der Weg führte uns nun direkt zur Ortskirche. Hier kehrten wir ein zum Danken und zu Fürbitte füreinander. Und dann ging es kurz: Bus bis Sissach, Abschied nehmen und in alle Himmelrichtungen verstieben, aus denen wir am 1. Juni uns zur nächsten Wanderung wieder einfinden werden.
Tennikerflue liegt. Hier geniessen wir die Aussicht ins Diegtertal und den Jura. Bei schönem Wetter sind von hier aus Eiger und Mönch erkennbar. Auf der Tennikerflue oder an der nahen Feuerstelle des oberen Gisibergs werden wir das Mittagessen einnehmen. Nach dieser Pause zum Auftanken und miteinander reden gehen wir über die Seematt nach Tenniken. Hier werden wir in der Kirche wiederum unsere Besinnung zu unserer Begegnung halten.