Vorschau Anlass vom 22. Februar 2020

 Hallo zusammen

am 22. Februar werden wir uns in diesem Jahr zum ersten Mal wieder sehen. Wir treffen uns wie gewohnt um 10:00 hinter der Kantonalbank beim Lebensspielraum. Wir fahren dann 10:03 mit der S3 nach Lausen (Ankunft 10:07, Gleis 2). Hier können dann auch die letzten aus dem unteren Baselbiet zu uns stossen. Der Weg führt uns direkt hinauf und in den Wald. Hier finden wir ganz spezielle Waldbestände: einen lockeren Kieferbestand wie in Italien und dann die Huppergruben mit dem roten Material, das von der Ziegelei für ihre Produktion abgebaut worden ist. Inzwischen wurde dort ein Naturschutzgebiet errichtet mit guter Einsicht in die Gesteinsschichten und die Pioniervegetation, die sich ausgebildet hat. Hier werden wir auch einen Moment verweilen. Am Waldrand mit Sicht auf Ramlinsburg ist eine grosse Feuerstelle, an der wir unser Mittagessen teilen werden. Nach wenigen Schritten sind wir dann in der Kirche von Ramlinsburg, die durch ihre spezielle Architektur und Anlage zu einer Besinnung einlädt. Danach geht es weiter Richtung Zunzger Hard und auf einem Waldweg wieder hinunter nach Sissach. Von der Vegetation her ist es momentan eher karg, doch beim Rekognoszieren waren wir mehrmals begleitet vom emsigen Hämmern von Spechten. Vielleicht werde wir sogar einen sehen.

Inhaltlich werden wir uns mit den Themen unserer Webpage auseinandersetzen. Dieses Mal: Aktuell – Was ist das Umfeld von Männer-Bewegung? betrachtet aus verschiedenen Gesichtswinkeln.

Herzlich grüssen Euch

Pierre und Peter

 

Vorschau Jahr 2020

 Hallo

Die letzte Wanderung im Jahr 2019 ist bereits Vergangenheit. Gibt es schon einen Ausblick ins Jahr 2020?

Ja, Pierre und ich haben bereits getagt und geplant. Das Jahr 2020 wird thematisch und mit den Wanderungen einen Rückblick auf die letzten 10 Jahren anbieten:

Hier unsere schönsten Wanderungen. Die Themen dazu sind anhand der Homepage gestaltet. Diese wird in Zukunft immer wichtiger als Träger von Informationen zu den zukünftigen  Anlässen als auch für Rückblicke auf die gerade vergangenen Anlässe. Die Mails werden dadurch an Zahl geringer werden ab dem Jahr 2020.

  • Wir beginnen schon früh im Jahr, vielleicht sogar im Schnee, am 22. Februar mit einer Wanderung nach Ramlinsburg. Hier werden wir die Kirche, die der politischen Gemeinde gehört und die eine wunderbare Stimmung in Merano-blau bietet, besuchen. Das Thema: Was ist aktuell das Umfeld von ‚Männer-Bewegung‘?
  • Im Frühling, am 16. Mai, besuchen wir den Chilpen, das Naturschutzgebiet mit verschiedenen Orchideen (von Spinnenorchis zu Waldvögeli und mehr). das Thema dazu lautet: Wer sind wir Männer?
  • Im Sommer, am 15. August, wandern wir auf den Bischofstein, meinen Hausberg. Als Thema begleitet uns: Wer bin ich?
  • Der Ausklang im Herbst, am 17. Oktober, ist in der Umgebung von Riehen (Pierre ist dann sicherlich in Riehen eingezogen). Als Thema werden wir uns mit den Bücherempfehlungen auseinandersetzen.

Dies ist ein Vorgeschmack aufs nächste Jahr mit der Männer-Bewegung. Schreibt Euch die Termine gleich in Eure nagelneuen Jahresagenden. Dann seid Ihr sicher dabei.

Wir wünschen Euch allen eine schöne Adventszeit mit besinnlichen Momenten, eine erfüllte Weihnachtszeit und einen guten Rutsch ins Neue Jahr mit guter Gesundheit und vielen neuen Ideen (Wir haben davon viele).

Es grüssen Euch herzlich

Pierre und Peter

 

Anlass vom 19. Oktober 2019

 Hallo

nun ist der letzte Anlass der Männer-Bewegung dieses Jahr schon Vergangenheit.

Wir waren fünf Männer, die sich von der schlechten Wetterprognose nicht abhalten liessen. Die Reise mit dem öV bis auf St. Chrischona klappte ohne Verzögerungen. Wir wählten den Weg durch den Chrischona-Campus, sahen Bäume mit originellen Kisten-Ästen, alte Häuser mit altmodischen Namen und einer speziellen Geschichte und gelangten so zur Kirche. Einer der Teilnehmer wusste, wo sich der offene Zugang zur Kirche befand. Wir benutzten die Gelegenheit und stiegen in den Kirchturm hoch, vorbei am Dozentenzimmer und dem Dachboden für die Studenten (Dies geht auf die Anfangszeiten des Chrischona-Seminars zurück, als neben der Kirche keine weiteren Gebäude  auf Chrischona standen.) zur Turmstube hoch. Hier hatten wir einen wunderbaren Ausblick ins Ergolztal, Birstal und auf Basel. Nun ging die Wanderung erst richtig los. Die Wetter-App zeigte an, dass es in der nächsten Zeit regnen sollte. Also starteten wir unverzüglich. Die Route 67, der wir folgen wollten, führte auch an der Chrischona vorbei. Zuerst ging es durch den Wald dem Chrischonatal entlang. Auf diesem Weg hatten wir auch zwei kurze Gedankenanstösse: Zum inneren Wachstum brauchen wir ein ehrliches Gegenüber, das uns nicht nur Nettigkeiten entgegenhält, sondern zu uns steht, mit dem wir austauschen können und der uns auch Unangenehmes zu sagen wagt, kurz einen Freund (Es gibt ja Themen, die mit einem Mann leichter zu besprechen sind als mit der Partnerin.). Diese Art der Beziehung im grösseren Stil kam erst mit der vermehrten Freizeit im letzten Jahrhundert gross auf; vorher waren Männerfreundschaften den Gebildeten und Reichen vorbehalten. Die meisten andern Männer waren mit der täglichen Arbeit, und den Verplichtungen der eigenen Familie und Sippe gegenüber schon eingedeckt. Beispiele zu solchen Freundschaften: Jonathan, der Sohn des Königs von Israel und Juda und designierter Nachfolger auf dem Königsthron, und David, der von Gott bestimmte Nachfolger auf dem Königthron; die drei Reformatoren in Basel und Strasbourg, Oekolompad, Capito und Butzer, die sich theologisch und freundschaftlich austauschten und auch besuchten, so dass Wibrandis Rosenblatt beim vorzeitigen Tod ihres Ehegatten zweimal dem nächsten Freund anvertraut wurde; aus dem letzten Jahrhundert ist mir eine Dreier- und später Vierer-Freundschaft bekannt von Männern, die sich in der Arbeit der internationalen evangelischen Studentenarbeit kennengelernt haben, zwei Schweizer, ein Japaner, ein Inder, und die sich jährlich mehrmals trafen um an ihrem inneren Wachstum zu arbeiten. Und dann entdeckten wir die ersten Grenzsteine, zuerst zwar nur Gemeindegrenzsteine und dann der erste Landesgrenzstein. Der Weg folgte von nun diesen Grenzsteinen. Wir stellten uns auch kurz die Situation vor gut 65 Jahren vor: Jetzt ist alles im Wald, links hohe Bäume, rechts hohe Bäume. Damals war der Wald unterbrochen gewesen durch einen breite Schneise und mitten drin zwei Stacheldrahtwalzen, dass ja niemand unabsichtlich die Grenze überschreite. Zusätzlich patrouillierten Soldaten auf beiden Seiten. Endlich sahen wir Inzlingen durch den Wald durchschimmern. Und wieder war ein seltsamer Grenzstein da, der mit einer schwarzen Zeichnung versehen war. Wir standen vor einem Rätsel.

Kurz vor Inzlingen verabschiedeten wir uns von der Landesgrenze, um dem Aubach zum Naturschutzgebiet mit den Teichen zu folgen. Hier war ein kleiner Unterstand, der gerade günstig für unser Mittagsessen war. Wir machten eine kleine Teilete und genossen den Ausblick ins Schilf. Einmal war sogar ein Eisvogel  kurz zu erkennen. Nun setzte der lange prognostizierte Nieselregen ein, allerdings nur fein. Wir folgten weiter dem Aubach bis nach Riehen, wo wir das Mutterhaus der Riehener Diakonissen aufsuchten. Hier in der Kapelle hatten wir unsere Besinnung auf unser Zusammensein mit Gebet füreinander. Doch dann ging es schnell zum Bahnhof und bald folgten die ersten Verabschiedungen.

Wir wünschen Euch allen ein gutes restliches Jahr und dann auch einen guten Start ins neue Jahr. Wir werden uns dann mit der Planung fürs nächste Jahr wieder melden.

Herzlich grüssen

Pierre und Peter

PS: Des Rätsels Lösung zum Grenzstein: Das schwarze Bild auf dem Stein stellt eine Saufeder dar, eine Waffe, die bei der Jagd auf Wildschweine verwendet wurde. Eine Saufeder ist ein Element im Gemeindewappen von Inzlingen.

 

 

 

 

Vorschau Anlass vom 19. Oktober 2019

 Hallo

schon nächsten Samstag, dem 19.10.2019, können wir uns erneut treffen. Treffpunkt ist wie üblich 10:00 hinter der Kantonalbank beim Lebensspielraum. Unser Ziel ist dieses Mal Riehen.

Wir fahren 10:03 mit der S3 nach Basel (Zusteigemöglichkeiten: Lausen 10:07, Gleis 3, Liestal 10:11, Gleis 3, Frenkendorf 10:13, Gleis 2, Pratteln 10:17, Gleis 1) und danach mit der S6 10:34 auf Gleis 2 weiter nach Riehen Dorf (Ankunft 10:52)..Nun geht es weiter mit dem Bus bis auf die Chrischona (ab Sissach 5 Zonen). Von jetzt an verlassen wir uns auf unsere eigenen Füsse. Wir steigen ganz hoch bis zur Chrischona-Kirche. Unterwegs können wir einige Worte zu den verschiedenen Gebäuden der Chrischona erzählen. Wir setzen den Weg auf der Route 67 weiter. Diese führt entlang der Schweizerisch-Deutschen Grenze bis kurz vor Inzlingen. Auf dem Weg dorthin werden wir uns mit dem Thema Freundschaft unter Männern auseinandersetzen. Kurz vor Riehen ist ein Naturschutzgebiet mit Weihern. Hier werden wir unser Mittagessen einnehmen. Diese Mal verzichten wir auf ein Feuer zum Bräteln. Nehmt also ein kaltes Picknick mit. Nach dem Essen ist es nicht mehr weit bis zum Diakonissenhaus in Riehen. In der Kapelle der Schwesternschaft werden wir unseren Moment der Besinnung abhalten und Pierre wird uns auch von aussen kurz zeigen, wo er ab Dezember wohnen wird.

Wir haben geplant, dass wir in Riehen Dorf 14:07 wieder abfahren und 14:31 die S3 in Basel besteigen. So sind wir wieder um 15Uhr in Sissach.

Nun noch ein Wort zur Grenze: In Riehen im ehemaligen Bahnwärterhäuschen der Deutschen Bahn wurde vor Kurzem eine Gedenkstätte für die Flüchtlinge des zweiten Weltkrieges eingerichtet. Thema sind die Flüchtlinge, erfolgreiche und abgewiesene, Helfer und Täter. Der Weg auf der Route 67 war für mich mit vielen Emotionen beladen, wollten wir in Riehen eben diese Gedenkstätte besuchen (Für uns als Gruppe haben wir den Besuch auf ein späteres Mal aufgeschoben.). Die Schweizerisch-Deutsche Grenze im Raum Basel war für Flüchtlinge im zweiten Weltkrieg von grosser Bedeutung, da die Schweiz hier auf die andere Rheinseite gelangt, die Grenze selber im Wald verläuft und die Schweiz mit dem Chrischona-Sendeturm von weitem markiert ist. Zudem fuhren Züge der Deutschen Bahn von Weil nach Lörrach durch die Schweiz und es gibt in Riehen verschiedene Stellen, wo die Züge langsam fahren mussten, was zum Abspringen verleitete. Viele Flüchtlinge wurden entweder direkt an der Grenze gefasst oder dann auf schweizerischem Boden verhaftet und über die Grenze abgeschoben, was für viele den sicheren Tod bedeutete. Doch zum Glück gab es mutige Schweizer, die ohne Rücksichten Flüchtlingen halfen, so dass sie in der Schweiz bleiben oder in ein sicheres Land weiterreisen konnten. Diese Situation wurde mir auf der Wanderung gegenwärtig. Wie hätte ich mich in der damaligen Situation verhalten? Mein Innerstes sagt: Augen zuhalten und schweigen. Doch es besteht die Hoffnung, dass in dieser Ausnahmesituation in mir der Mut der Menschenliebe gewachsen wäre, so dass auch ich zu Aussergewöhnlichem fähig gewesen wäre.

Herzlich grüssen Euch und bis bald

Pierre und Peter

 

Anlass vom 14. September 2019

Hallo

nachdem wir anfangs vor allem Abmeldungen zu unserem letzten Treffen am 14. September erhalten hatten und wir bereits befürchteten, alleine auf die Schauenburgflue wandern zu müssen, sind doch insgesamt 8 Männer zu diesem Anlass zusammengekommen. Sogar 2 Hunde waren mitgekommen. Das Wetter war uns günstig gesinnt: trocken, nicht mehr zu heiss, leicht bewölkt. Der Weg führte uns kurze Strecken über offene Wiesen und meist durch den Wald, anfangs ebenaus und dann immer steiler werdend. Während des Aufsteignes hatten wir zwei Gedankenanstösse: Gerade in der heutigen Zeit sind wir stark durch viele Informationen, von aussen angetragene Bedürfnisse und Aufträge stets gefordert, dass wir in Gefahr geraten, den Zugang zu uns und unseren Bedürfnissen zu verlieren. Dies kann zu burn out oder Gehässigkeiten mit den Menschen in der Umgebung führen. Darum brauchen wir auch Zeit für uns alleine, auch ohne Partnerin und Familie, zum Lesen, Nachdenken, Schauen und Staunen, Hören und Riechen, in der Natur, in einer stillen Ecke, beim Spazieren oder Wandern oder Velofahren oder sonst einer Tätigkeit, bei der ich meinen Gedanken nachhängen kann. In der Bibel finden sich mehrere Beispiele von Musse: König David konnte sie als Hirte mit Liedern und Harfenspiel füllen; als König gelang es ihm einmal nicht und er vergaffte und vergriff sich an Bathseba, der Ehefrau eines Nachbarn. Elia wurde zweimal von Gott zu aufgezwungener Musse geführt: während der Trockenheit am Bach Krit und dann wieder am Berg Horeb, wo Gott dem deprimierten Elia erschien, um ihm eine neue Perspektive zu geben. Auch Jesus suchte immer wieder nach Anlässen mit viel Menschenkontakten die Stille alleine, um sich wieder auf seinen Vater ausrichten zu können.

So erreichten wir die Wiese mit der Neu-Schauenburg in der Höhe. Diese Burg wurde nach dem Erdbeben in der Region Basel von 1356 wieder aufgebaut im Unterschied zur Alt-Schauenburg, die dann verlassen wurde. So sind von dieser Burg auch mehr Reste erhalten als von der Alt-Schauenburg. Der Weg führte uns weiter durch den Wald steil hoch über viele Treppen oder gleich nebenan auf einem Pfad, den die Wildschweine gegraben hatten, zur Schauenburgflue. Hier genossen wir die Aussicht in die Weite der Vogesen und des Schwarzwaldes. Dann ging es ebenaus auf dem Plateau bis zur Alt-Schauenburg. Hier entfachten wir ein Feuer für unsere Würste, redeten miteinander und genossen unser vielfältiges Mittagsmahl. Nun ging es eigentlich nur noch bergab, fast so steil, wie wir hochgekommen waren, vorbei an Neuaufforstungen, bizarren Felsenformationen und viel Wald. Nach vielen Kehren und immer enger werdenden Weglein war plötzlich das Bad Schauenburg vor uns. Hier wurden wir von den noblen Gästen als seltsame Wesen beaugapfelt. Nach einer kurzen Stärkung am Brunnen mit Trinkwasser ging es weiter etwas hoch zu einem Bauernhof, wo der Geissbock neugierig von uns einen Augenschein nahm. Bald waren wir wieder auf dem Strässchen zum Bienenberg. Dort verzichteten wir wegen der fortgeschrittenen Zeit auf den Moment der Stille. Die meisten gingen gleich wieder nach Hause. Einige nutzen die Gelegenheit und genossen noch Kaffee und Zvieri im Restaurant.

Das nächste Mal am 19. Oktober werden wir uns in Pierres neuer Heimat, in der Umgebung von Riehen, etwas umsehen. Wir laden Euch schon heute herzlich dazu ein.

Herzlich grüssen

Pierre und Peter