Anlass vom 20. September 2025

Hallo

Am Samstag, dem 20. September 25, trafen wir uns zu wie meistens in Sissach hinter der Kantonalbank. Der Start war anstrengend, da der Weg über den Stutzweg (der Name deutet schon daraufhin) steil war und unser Wandertag uns zudem mit fast heissem Sommerwetter beschert hatte. Zum Glück war am Waldrand ein Bänkli für eine kurze Rast. Der weitere Weg führte uns dann meist im kühleren Wald hoch zur Sissacher Fluh. Hier war eine geeignete Feuerstelle und in der Nähe genügend Holz, so dass bald ein Feuer loderte, über dessen Glut wir unsere mitgebrachten Würste braten konnten. Das Mittagessen erfolgte als Teilete unserer Lebensmittel, die wir auf unserem traditionellen Tischtuch hergerichtet hatten. Bis die Würste gar waren, hatten wir Gelegenheit, die Aussicht bis in die Berner und Innerschweizer Alpen zu geniessen und auch einiges zur Entstehung des Jura mit seinen Ketten und Tafeln zu erfahren.

Der Rückweg führte uns durch ein anderes Tal nach Sissach. Zuerst ging es steil hinunter zur Durchgangsstrasse, die wir aber rasch verlassen konnten, vorbei an den Bauernhöfen Hinteregg (mit einer kleinen Herde von Alpakas, die gerade neben dem Weg weideten und uns neugierig beobachteten), Alpbad, Zelgli und Hintere Halde. Hier war wieder ein kleiner Anstieg zu bewältigen. Danach ging es wieder bergab über den Hof Halden durch die ‚Goldküste‘ von Sissach hinunter zur Allmend und Richtung Bahnhof. Dieses Teilstück machte vor allem durch die Hitze zu schaffen. Darum war eine Pause mit Gelegenheit, frisches Wasser zu trinken, beim Zelgli willkommen gewesen. Dadurch war es aus zeitlichen Gründen nur noch einer Restgruppe vergönnt gewesen, in der katholischen Kirche von Sissach zu einer Besinnung einzukehren.

Inhaltlich beschäftigte uns im Rahmen unseres Jahresthemas ‚gut älter werden‘ der Wandel von der Grossfamilie mit mehreren Generationen auf dem gleichen Hof zur Kleinfamilie mit Eltern und Kinder, z.T. weit weg von weiteren Verwanden wie Grosseltern und Onkel und Tanten und Auswirkungen zur aktuell deutlich wahrnehmbaren Vereinsamung im Alter mit Zunahme von Depression (auch Demenz) und selbst Selbstmord. Im alten Testament wird ein Modell eingeführt, in dem für eine Witwe oder eine Waise ein Mann bestimmt war, der für den Unterhalt und auch die Weiterführung des Geschlechts des Ehemanns der Witwe verantwortlich war (Schwagerehe). Ein Beispiel dazu, das damals funktioniert hatte, ist uns in der Geschichte von Ruth überliefert: Ihr Mann war jung mit seinen Eltern wegen einer Hungersnot in Juda ins Ausland ausgewandert. Ruth selber war eine einheimische Frau. Als ihr Schwiegervater und dann auch ihr Mann starben, reiste ihre Schwiegermutter wieder in ihre Heimat zurück. Ruth verliess sie nicht, sondern ging nun selbst in die Fremde. Dort kümmerte sie sich um ihre mittellose Schwiegermutter. Dabei lernte sie den Mann kennen, der für ihren Unterhalt verantwortlich werden konnte. Er übernahm diese Aufgabe. Ihr erster Sohn war der Grossvater von König David, von dem Jesus dann abstammte. Dieses Modell lässt sich so nicht mehr in die heutige Zeit übertragen, doch das Modell des Mehrgenerationen-Haus oder -Wohngemeinschaft hat einen ähnlichen Hintergrund.

Wir werden uns in gut einem Monat, am 25. Oktober, wieder in Sissach treffen für einen weiteren interessanten Ausflug. Nähere Informationen dazu werden folgen. Du bist herzlich eingeladen!

Herzlich grüssen

Pierre und Peter

Vorschau Anlass vom 20. September 2025

Hallo zusammen

unsere nächste Wanderung vom 20. September führt uns in den Jura.

Wir werden uns 10:00 Uhr wie gewohnt hinter der Kantonalbank in Sissach vor dem Lebensspielraum treffen. Der erste Teil der Wanderung wird einigen von früheren Anlässen her bekannt sein. Wir werden vom Bergweg her auf einem Weg zwischen Grasweiden zum Wald hochgehen und dort nahe des Waldrandes zum Beobachtungsposten gelangen (Wenn kein Wild sichtbar ist, so doch eine schöne Aussicht ins Tal.). Der Weg führt dann auf Mergelstrassen zu einem Bauernhof und weiter die Bergflanke hoch zur Sissacher Flue. Dort werden wir an einer Feuerstelle unser Mittagessen einnehmen und (hoffentlich) die weite und schöne Bergsicht geniessen können. Nach dieser Pause geht es mit uns nur noch bergab, dies wörtlich gemeint. Die Wege führen an schönen Bauernhöfen vorbei zum Alpbad, Zelgli und hinüber zur Halde. Dann sind wir schon am oberen Dorfrand von Sissach. Die Strasse geht mitten durchs ‚Goldküstenquartier‘ zur Allmend und am ältesten Quartier von Sissach vorbei. Bei der Kirche werden wir voraussichtlich Halt für unsere Besinnung machen. Nachher ist es nicht mehr weit bis zum Endpunkt der Wanderung, dem Bahnhof, wo wir uns verabschieden werden.

Themen auf diesem Weg werden zum Jahresthema ‚Gut älter werden‘ soziale Veränderungen, die mit dem älter Werden eintreffen können, und wie kulturelle Veränderungen dies beeinflusst haben. Zum Thema ‚Geologie‘ erfahren wir etwas über die Zeit des Jura, in dem auch eben der Jura gefaltet und aufgebrochen wurde.

Zur Wanderung: 8,5km, 380 Höhenmeter, etwas mehr als 50% Mergel- und Naturwege.

Wir freuen uns, viele von Euch wieder zu sehen.

Herzlich grüssen Euch

Pierre und Peter

Verschiebung des nächsten Anlasses auf 20. September 2025

Hallo

Nachdem ich (Peter) an der letzten Wanderung wegen starken Hüftbeschwerden nicht teilnehmen konnte, bin ich inzwischen operiert worden. Ich bin mit dem Resultat bisher zufrieden. Jedoch dauert es gut drei Monate bis die Prothese stabil mit dem Knochen verbunden ist. Erst danach kann ich meine Wandertätigkeit wieder aufnehmen.

Aus diesem Grund verschieben wir die nächste Wanderung von Sissach auf die Sissacher Flue vom Samstag 23. August auf Samstag 20. September. Genaue Angaben werden noch folgen.

Herzlich grüssen

Pierre und Peter

Anlass vom 24. Mai 2025

Hallo

Am Samstag, dem 24. Mai 25, trafen wir uns zu sechst am SBB Bahnhof in Basel. Mit Pierre Fretz – Peter Meier musste sich aus gesundheitlichen Gründen entschuldigen – fuhren wir mit dem Tram durchs Gundeldingerquartier auf den Dreispitz. Dann ging es hoch zu unserem ersten Höhepunkt, der Bettlerhöhle. Der Name stammt von einer grossen und mehreren kleineren Höhlen, die der Legende nach von Bettlerinnen und Bettlern bewohnt wurden. Schon während der letzten Eiszeit und bis in die Bronzezeit wurden die Höhlen von Menschen als Lagerplatz genutzt. Sie dienten Eiszeitjägern als fester Wohnsitz. Die Höhlen sind in eine Nagelfluh-Felswand geformt, die im Rahmen der Absenkung der oberrheinischen Tiefebene freigelegt worden. Das Bruderholz beherbergte auch Eremiten oder ‚Einsiedler‘, das sind religiöse Menschen, die sich aus der Gesellschaft zurückzogen, um sich der Spiritualität zu widmen.
Erdgeschichtlich reichte in der Trias das Ur- bzw. Tethysmeer bis hierher. Danach entstand im Zeitalter des Jura das Jurameer, ein flaches, tropisches Meer, das sich gemäss gängiger Theorie vor etwa 175 Millionen Jahren über weite Teile Mitteleuropas erstreckte. Es war ein Nebenmeer des großen Tethys-Meeres und hinterließ wertvolle fossile Zeugen des Lebens in der Urzeit sowie Ablagerungen von Muschelkalk. In 200 – 300 Metern Tiefe befinden sich in der Nordwestschweiz aus dieser Zeit mächtige Salzlager, da das Meer mit wenig Tiefe immer wieder Salzkristalle durch die Verdunstung ausschied. Der Muschelkalk diente den Menschen schon vor langer Zeit bis heute für Bauten. Die Jura- und Alpenfaltung begann danach im Zeitalter der Kreide und prägte das Tertiär. Im danach folgenden Quartär führte eine Abkühlung zu massiven Niederschlägen, die die Jurahöhen teilweise wieder abtrugen. Das entstandene Geschiebe lagerte sich als Nagelfluh ab. Die späteren Gletscher aus dem Wallis verfrachteten mit ihren Moränen nördlich des Juras fruchtbare Lösserde sowie erratische Steinblöcke bis in unsere Region.
Danach ging die Wanderung weiter im Wald hinter der Rudolf Steiner-Schule über den Jakobsberg (eine ehemalige Besitzung des Siechenhauses St. Jakob), der Flur auf der Alp entlang bis zum Wasserturm. Der Weg zum Wasserturm führte uns an der kleinen Privatschule Christophorus mit sonderpädagogischem Schwerpunkt in Basel vorbei. Dort werden Kinder und Jugendliche, die in der Regelschule überfordert sind, unterstützt, so dass sie wieder mit Freude zur Schule gehen. Ihre ganzheitliche Pädagogik spricht Kopf, Herz und Hand an.
Diese Bruderholz-Region war für viele Teilnehmer ein eher unbekanntes Gebiet. Wunderbare Baumalleen mit riesigen Rotbuchen, welche angeblich auch Unterschlupf für Eulen in abgestorbenen Baumpartien bieten, säumten unseren Weg. Dann ging es hoch zum heute noch genutzten Wasserturm, erbaut 1926 mit 164 Treppenstufen und 27 Metern Höhe, von wo aus wir eine schöne Rundsicht genießen konnten. Die Jurakette mit dem Hügelzug des Blauen lag in unmittelbarer Nähe vor uns, dann der Schwarzwald und die Vogesen mit dem Oberrheingraben. Alles mit bester Weitsicht dank idealem Wetter. Weiter ging es danach durch das schöne Bruderholzquartier mit Einfamilienhäusern und Gärten zu weiteren Aussichtspunkten, von wo der Blick auf den langgezogenen  Hügelzug Bruderholz schweifte. Der Boden besteht aus tiefgründigem Lössboden, einer Ackererde mit höchster Bodenfruchtbarkeit, von der es nur wenige Gebiete in der Schweiz gibt, der teilweise immer noch landwirtschaftlich genutzt wird.
Auf der Batterie, wo militärische Stellungen anfangs des vorletzten Jahrhunderts gebaut wurden, hatten wir die Mittagsrast, wo wir als ‚Teilete‘ das Mittagessen einnahmen. Längs der Kantonsgrenze auf Binninger-Boden liegt eine wunderschöne landwirtschaftlich genutzte Fläche namens Achtjuerte (= Acht Jucharten für Nicht-Einheimische), wo die Kuhherde der Familie Rediger des Margarethen-Hofes weideten, wanderten wir bis zur St. Margarethenkirche. Von hier aus schweifte der Blick über die Stadt mit dem Münster und den beiden weiteren ehemaligen Klausen auf dem Tülliger Hügel und der Chrischona. In der Kirche hielten wir wie gewohnt unsere Besinnung, Zeit für das Gebet und dem Lied ‚Grosser Gott wir loben Dich‘. Durch den Margarethenpark und weiter durch das ‚Gundeli‘, welches in der Kindheit von Pierre wichtig war, ging es zum Basler-Hauptbahnhof, unserem Ziel. Auf diesem Weg kamen wir am Winkelriedplatz in die Festivitäten des Quartiers mit Flohmarkt und Musik, welches an diesem Wochenende sein 150-jähriges Bestehen als jüngstes Quartier der Stadt feierte.

Die ganze Wanderung war geprägt mit solch vielfältigen Fragen, Begegnungen und Erlebnissen, dass wir das Thema „soziale Aspekte des Alters“ auf die kommende Wanderung am 23. August auf die Sissacher Fluh verschieben.

(Dieser Text wurde von Christian verfasst, herzlichen Dank. Ebenfalls herzlichen Dank dem Fotografen Ueli.)

Herzlich grüssen Euch

Pierre und Peter

 

Vorschau Anlass vom 24. Mai 2025

Hallo zusammen

unsere nächste Wanderung vom 24. Mai führt uns in die Stadt Basel. Wir werden einige sehr schöne Quartiere und Aussichtspunkte von Basel erleben.

Wir werden uns um 09:45 Uhr am Ende der Hauptpasserelle des Bahnhofs SBB Richtung Güterstrasse vor dem Media Markt treffen. Wir gehen zuerst durchs Gundeldingerquartier bis zu unserem ersten Höhepunkt, der Bettlerhöhle. In einer Nagelfluhwand, die älter als die Gletscherzeit ist und im Rahmen der Absenkung der oberrheinischen Tiefebene freigelegt wurde, haben schon früh, vor Jahrtausenden, Jäger in Vertiefungen und später Höhlen übernachtet oder Kulthandlungen ausgeführt. Wir gehen danach weiter im Wald hinter der Rudolf Steiner-Schule über den Jakobsberg (eine ehemalige Besitzung des Siechenhauses St. Jakob) zum Wasserturm. Hier werden wir unser Mittagessen einnehmen, die weite Aussicht geniessen und bei guter Fernsicht und je nach zeitlichen Verhältnissen den Turm besteigen (Kosten Fr. 1.- in Münz oder Twint). Da wir auf dem Bruderholz keine geeignete Feuerstelle gefunden haben, können wir dieses Mal keine Würste braten. Danach geht es weiter durch das schöne Bruderholzquartier mit Einfamilienhäusern und Gärten und weiteren Aussichtspunkten (die Batterie, die Buremichelskopf-Anlage und die grosse landwirtschaftliche Fläche Acht Jucharten) zur St. Margarethenkirche. Hier geniessen wir den Blick über die Stadt mit dem Münster und den beiden weiteren ehemaligen Klausen auf dem Tülliger Hügel und der Chrischona. In der Kirche selber werden wir wie gewohnt unsere Besinnung abhalten. Danach geht es weiter bergab durch den Margarethenpark und weiter an einigen Orten vorbei, die in der Kindheit von Pierre wichtig waren: Die Bethel-Kapelle und ein Schaufenster am Winkelriedplatz.  Und schon sind wir an unserem Ziel, der hinteren Passerelle des Bahnhofs, wo wir uns verabschieden werden.

Die Angaben zur Wanderung: Strecke gut 8km, Anstieg und Abstieg total 90m, Gehdauer ca. 2:15 Std., vielfach Strassenbelag, Mergelwege.

Inhaltlich werden wir uns mit einem Aspekt zum Jahresthema ‚Altern‘ auseinandersetzen: Was hat sich in der sozialen Einbettung von alten Menschen in den letzten Jahrzehnten verändert und wie wirkt sich das heute aus? Wie haben Personen in der Bibel, speziell im Alten Testament, ihr Alter erlebt?

Wir freuen uns, viele von Euch wieder zu sehen.

Herzlich grüssen Euch

Pierre und Peter

P.S.: Achtung! Auf unserem Weg kreuzte uns ein riesenlanger Dinosaurier. Zum Glück handelte es sich um einen Pflanzenfresser. Doch wer weiss ….